Ich weiß noch, wie ich die ersten Bilder im Netz sah: geisterhafte Silhouetten einer Stadt, eines Molochs, New York. Und Bilder, die ich so noch nicht gesehen hatte. Da passte Brennweite, Schärfentiefe und –ebene einfach nicht zusammen. Fantastisch.

Heute, ein paar Monate später, halte ich nun das Logbuch New York von Steffen Böttcher in der Hand. Was für ein Wälzer, fast DIN A3 groß, dass Papier offenporig und fadengeheftet. Auf 165 Seiten Bilder zwischen Traum und Wirklichkeit. Steffen schreibt im Vorwort, dass New York eigentlich tot fotografiert ist. Damit hat er sicher recht. Selbst für mich, der nie einen Fuß in diese Stadt gesetzt hat, ist jedes Bild ein Wiedersehen. Über die Jahre habe ich so viele Filme und Fotos gesehen, dass ich beim Betrachten das Gefühl habe, ich wäre schon dort gewesen. Und doch ist es neu, in vielen Bilder verschwimmt die Grenze zwischen Fotografie und Malerei.

Steffen Böttcher hat etwas geschafft, was ich auch gerne könnte: ein Gefühl zu fotografieren.

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SMDV 70

Nachdem ich schon länger mit einer SMDV 70 geliebäugelt hatte, traf das gute Stück nun endlich bei mir ein – mit 8 Wochen Verzögerung. Vielen Dank, DHL. Unten seht Ihr die Ergebnisse von der ersten „Probefahrt“.

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Fotografiert mit EOS 6D & Sigma Art f1.4/50mm. Licht mit SMDV 70 hochfrontal und Aufsteckblitz mit Farbfolie gegen Hintergrund.

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Ein wenig Beautyretusche mit Hilfe einer Frequenztrennung und Entwicklung in S/W.

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Mimimi

Man.., lange nix geschrieben. Irgendwas war immer, zwischen Arztterminen, allgemeiner Unlust und zu warmen Wetter. Ich bin der König des Mimimi. Keiner jammert so schön wie ich. Immer unzufrieden mit der Gesamtsituation.

So.., nu iss aber gut. In der letzten Zeit bin ich aber immer noch zum Fotografieren gekommen. Solange ich das noch schaffe, kann das ja alles nicht so schlimm sein.

Galerie:

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Mareike

Manchmal kannst Du Dich so sehr bemühen wie Du willst, es will Dir einfach kein Foto gelingen. Und dann, wenn Du am wenigsten damit rechnest, kommt das Bild zu Dir.
Ich muss mir einfach angewöhnen, mehr auf „meinen Bauch“ zu hören (davon hab ich ja reichlich) und nicht zu viel über das Fotografieren als Solches nachzudenken.

Variante:

Mareike Himme© Mareike Himme

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Nina

Ich hatte das Vergnügen, meine fotografischen Skills bei einem gemeinschaftlichen Spaziergang mit der liebreizenden Nina zu trainieren – vielen Dank dafür!

Bilder:

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Tramp

Die Masterclass ist seit 3 Tagen vorbei und ich liege faul auf der Couch, als ich meine bessere Hälfte sagen höre: „Du brauchst Übung!“. Ich sehe aus dem Augenwinkel, dass sie im vollen Retronia Outfit im Türrahmen steht und mich ungeduldig herbeiwinkt. Träge schäle ich mich aus der wohligen Umarmung meiner Kissen und gehe die Kameratasche packen. Mir fällt die kleine Eisenbahnbrücke unter der Autobahn bei uns in der Nähe ein, passt prima.

Bisher habe ich eher planlos fotografiert. Natürlich, eine Hochzeitsreportage hat immer ihr eigenes Drehbuch, aber eigene Shootings liefen bisher eher unter dem Motto „abdrücken und gut“. Ich habe mir eigentlich nie sonderlich Gedanken gemacht.
Diesmal muss das einfach anders werden. Ich lasse den Ort in meinem Kopf Revue passieren und denke mir eine kleine Geschichte aus, an der wir entlang fotografieren können. Ich habe den Stilpirat im Ohr: „man muss das Pferd ja nicht totreiten“, als ich mich immer wieder bremse, um nicht zu viel Bilder der gleichen Geschichte zu machen.

Nach ca. 30 Min. ist der Spass vorbei und ich habe das Gefühl, es hätte gar nicht länger dauern dürfen. Ein Anfang. Der Beginn einer lebenslangen Entwicklung. Manchmal kann es so einfach sein.

Bilder:

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Ort:

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Prolog

Es ist irgendwann im Dezember und wir wollen uns das neueste Life-Event von Krolop & Gerst anschauen: Steffen Böttcher, aka Stilpirat. In meiner persönlichen Timeline war es in letzter Zeit etwas still um ihn und so bin ich umso gespannter. Da es Probleme beim Rendering gab, steht zum Anfang das Lifematerial nicht zur Verfügung. Und so schauen wir, entgegen unserer Gewohnheit, zuerst den Bonusteil.
Bääähm.., in den ersten 10 min. fliegt mir Steffens Inspiration um die Ohren, meine Synapsen fangen an zu glühen und sitze mit offenem Mund vor der Glotze, als hätte mir gerade jemand die Lottozahlen für die nächste Ziehung verraten. Manchmal sind es eben auch die einfachen Tricks und Kniffe, die den Knoten platzen lassen.
„Da wirst du dann wohl mal zum Workshop müssen!“ höre ich gerade noch meine bessere Hälfte sagen und lasse mich dazu überreden, mir gleich mal die kommenden Termine anzuschauen. Verdammt.., noch fünf Monate bis zu meiner Masterclass

Anreise

Heute Anreise zur Masterclass beim Stilpiraten Steffen Böttcher. Ich will mir beim Doktor der fotografischen Tiefenanalyse meine persönliche Diagnose abholen. Die Fahrt ist leider nicht so problemlos: von Totalsperrung der Autobahn bis hin zu unzähligen Baustellen reichen die Hindernisse, die umschifft werden wollen.
Christina Böttcher, die gute Seele des Heidestudios ist schon da, als ich endlich eintreffe und überreicht mir den Schlüssel zum Heiligtum. Nach einer kurzen Führung durchs Haus verabschiedet sie sich und ich habe das Heidestudio für mich allein. Die unzähligen Bildbände, die hier überall -und ich meine wirklich überall- stehen, wollen durchforstet werden.
Nach ca. 1 Stunde trifft dann noch Olli ein und wir quatschen noch bis in die Nacht über das schönste Hobby der Welt.

Studio
Geweih
Treppe
1. Tag

Steffen steht gegen halb 10 auf der Matte und wir setzen uns zum Frühstück zusammen. Das der Workshop dabei eigentlich schon anfängt, realisiere ich frühestens nach dem zweiten Brötchen. Nach einer ordentlichen Portion Theorie geht es nach draussen zum Shooting mit Bertan. Die Entwicklung von Bildideen und deren Umsetzung beschäftigt uns bis zum Abendessen. Anschliessend holen wir uns unser Fett ab beim gemeinschaftlichen Bilderreview.
Ich bin tot, nicht zuletzt, weil ich einfach zu viel gegessen habe. Das Essen ist einfach zu lecker.

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2. Tag

Ich bin schon wieder um kurz nach Licht wach und wälze mich im Bett, bis mich das iPhone aus dem Dämmerzustand reisst. Bis zum Frühstück sammle ich noch ein wenig meine Gedanken ein und lasse den gestrigen Tag Revue passieren. Beim Frühstück gibt es von Steffen wieder eine gute Portion Theorie, die uns auf unseres heutiges Shooting vorbereitet.
Davor gilt es aber noch, ein „Rollenspiel“ vor den gestrengen Augen des Meisters zu bestehen (Hey Steffen, Du weisst sicher wie ich das meine ;)) . Nach Kritik und Einzelgespräch shooten wir noch unsere Bildideen, bevor wir beim gemeinsamen Abendessen noch ein wenig Motivation bekommen.
Ein für mich sehr bewegender Workshop geht -leider- zu Ende und spuckt mich motiviert, verstört, aufgewühlt, unsicher und gestärkt in die Welt.

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Abreise
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Nach einer weiteren unruhigen Nacht treffen Olli und ich das letzte Mal Christina, die uns wieder ein herrliches Frühstück zaubert. Allein das Essen wäre einen eigenen Artikel wert – liebe Christina, mache das mit dem Kochbuch, bitte!
Als wir uns verabschiedet haben, fahre ich gedankenschwanger nach Hause. Und im Radio läuft Deichkind:

Bauen Sie kein Reihenhaus, bauen Sie ein’n Vorort
Und herrschen dort als glücklicher Warlord
Denken Sie groß, wie der Benzinverbrauch
Von ’nem Containerschiff, dann geht es bergauf
Wo bleibt Ihr Einsatz, wo bleibt der Wille
Lasern Sie die Welt und dann weg mit der Brille
Sie müssen sich nur noch entscheiden
Wenn Sie bitte hier unterschreiben

Heute ist der Tag, jetzt geht es endlich los
Sie erreichen Ihre Ziele – Denken Sie groß
Ein bisschen Größenwahnsinn kann nicht schaden
Und auf einmal könn’n Sie fliegen – Denken Sie groß
Geben Sie nicht auf und leben Sie den Traum
Dafür muss man kein Genie sein – Denken Sie groß
In jedem Menschen steckt ein Visionär
Setzen Sie die Energie frei

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Im Naturpark

Der Winter scheint endgültig zu Ende zu sein, 15°C und ein fast wolkenfreier Himmel lockten uns ins Freie. Bei dieser Gelegenheit haben wir dann auch gleich ein paar bescheidene Portraits geshootet. Und der Naturpark Südgelände eignet sich bestens für „Available Light“ und bietet eine Vielzahl von interessanten Locations.

Bilder:

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Wir hatten Besuch und ich habe die Gelegenheit für ein kurzweiliges Portraitshooting ergriffen. 20 – 30 Minuten waren völlig ausreichend um ein paar schöne Bilder entstehen zu lassen, und da muss es auch nicht immer die „Mörderlocation“ sein – Einfahrten, Tiefgaragen oder der Garten hinterm Haus reichen als Hintergrund. Vielen Dank an Steffi für den tollen Tag.

Bilder:

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Während uns hier der Wind versucht die Kamera aus der Hand zu pusten, haben wir uns in die Tiefgarage verkrochen und ein paar Portraits geschossen. Bei den ISO-Leistungen moderner Kameras ist das Fotografieren mit vorhandenem Licht auch kein Problem mehr. Der Weißabgleich kann -trotz Mischung aus einfallendem Tageslicht und verschieden farbigen Neonlampen- vernachlässigt werden, wenn man die Bilder in S/W entwickelt.

Bilder

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