Disclaimer: Dieser Beitrag bezieht sich auf die derzeit aktuellen Versionen von Lightroom Classic Vers. 7.4 und CC Vers. 1.4 und spiegelt nur meine persönliche Meinung wieder.

Wer seine Kamera mit in den Urlaub nimmt kennt das Problem: Ein paar hundert Fotos oder mehr landen auf der Speicherkarte und wollen gesichtet, aussortiert und bearbeitet werden. Wer seinen Lightroom Katalog nicht auf dem Laptop mit auf die Reise nimmt, sichtet die Bilder vielleicht vor Ort auf dem Pad o.ä.. Zuhause fängt man dann an, hunderte, manchmal tausende Fotos von seinen Speicherkarten zu importieren und sieht sich einem riesigen Haufen Arbeit gegenüber. Der Alltag kommt zurück und und man schiebt die Arbeit immer weiter vor sich her.
Da wäre es doch schön, wenn man vor Ort die Bilder sichten und bearbeiten könnte und sich der Lightroom Katalog auf dem heimischen Rechner aktualisieren würde. Dafür gab es in der Vergangenheit diverse, meist komplizierte Workflows, da der Lightroom Katalog z.B. nicht auf Netzlaufwerken läuft.

Dafür kam vor einiger Zeit Adobe Lightroom CC ins Spiel und das „Original“ wurde in Lightroom Classic umbenannt. Lightroom Classic verspricht die Bildbe- und verarbeitung in der Cloud, die Syncronisierung aller Fotos auf allen verbundenen Geräten. Toll, was?!
Es ist eine Binsenweisheit: Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten. Lightroom CC ist/war wohl eher für den ambitionierten Hobbyknipser angelegt – was ich ausdrücklich nicht als Abwertung verstanden haben möchte. Die meisten Fotografierenden werden mit den rudimentären Funktionen von Lightroom CC glücklich sein.

Adobe entwickelt Lightroom CC offensichtlich weiter. In der aktuellen Version 1.4 ist es nun endlich möglich Presets und Kameraprofile von Lightroom Classic zu übernehmen. Das wird vor allem diejenigen unter Euch freuen, die die Presets von VSCO benutzen. Darüber hinaus werden Presets und Profile über die Cloud auf alle verbundenen Geräte syncronisiert. Auf dem Smartphone und dem Pad können mit Lightroom CC Bilder geschossen und anschliessend bearbeitet werden – großartig. In den Einstellungen versteckt findet sich die Möglichkeit, seine Originaldateien und Smartvorschauen in einem Verzeichnis seine Wahl lokal zu speichern. Es ist sogar möglich, einen Speicherort auf einem NAS zu wählen.
Leider fehlen mir für den Wechsel von Lightroom Classic auf CC immer noch wichtige Funktionen. So ist die Bearbeitung von Metadaten quasi nicht vorhanden, die Bearbeitung von Stichwörtern bestenfalls rudimentär. Dafür analysiert Adobe Eure Fotos in der Cloud und vergibt automatisch Stichwörter. Darüber hinaus ist die Serienbearbeitung nur recht eingeschränkt möglich, was sich bei ein paar hundert Bildern dann schon bemerkbar macht.
Und zu guter Letzt frage ich mich, was Adobe wohl geritten hat, die Shortcuts an einigen Stellen zu ändern. Gefühlt die Hälfte der Tastaturkürzel hat sich geändert, was zu einer längeren Einarbeitung führt und der Nutzung beider Versionen im Weg steht.

Ich hoffe, Adobe ruht sich nicht auf Ihrern Lorbeeren aus und entwickelt beide Versionen konsequent weiter. Ich würde es mir für meinen nächsten Urlaub wünschen.

 

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Kreuzfahrt 2018

Nach einer gefühlten Ewigkeit endlich mal wieder gemeinsam mit der besseren Hälfte in den Urlaub fahren – auf große Fahrt. Von Las Palmas über Lanzarote, Cádiz, Lissabon, A Coruna, Dover, Le Havre, Amsterdam und Göteborg nach Warnemünde.

Zeit, sich mal wieder ein wenig um die Landschaftsfotografie zu kümmern.

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Bhutan

13 Tage Bhutan, im Land des Donnerdrachens, im Happiness Kingdom. Ich könnte erzählen von wilden Landschaften, traumhaften Sonnenaufgängen irgendwo auf 4000m Höhe oder der wundervollen Architektur.

Das alles führt dich nach Bhutan. Was dich aber wieder zurück kommen lässt in dieses wundervolle Land sind die Menschen. Ihre Herzlichkeit, ihre Unbekümmertheit und ihre Wärme. Menschen, die dankbar für ein Polaroid sind und dir dafür ihr wärmstes Lächeln schenken.

Das ist es, was wirklich zählt.

„Mach Dir nicht so viele Sorgen. Sich um etwas Sorgen zu machen bedeutet, um etwas zu beten, was man gar nicht haben will.“

– Madhav (indischer Motorradverleiher) –

Das ist auch so ein Satz, den ich mir mal in Stein meißeln sollte.

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Seit ein paar Tagen haben wir ein neues iPad – soweit so unspektakulär. Es sollte als Ersatz für unser betagtes Ipad mini dienen, welches bei uns nur auf dem Couchtisch liegt, um ab und zu Emails zu lesen und den Videorekorder zu programmieren. Ich hatte eigentlich nichts erwartet und wurde völlig überrascht: das Ding ist eine Rakete.

Was natürlich sofort auffällt, wenn man einige Jahre ein „Altgerät“ nutzt, ist die Geschwindigkeit. So ein Update auf unserem iPad mini rödelte schon gerne mal 3 – 5 Minuten, bis es installiert war. Beim neuen iPad Pro braucht lediglich der Download Zeit, die Installation ist gefühlt nach einem Wimpernschlag erledigt. Das Display ist ein Traum. Die hohe Bildfrequenz sorgt dafür, dass das Malen & Schreiben mit dem Stift zum Erlebnis wird.

Was mich aber wirklich in Erstaunen versetzt hat, war die Arbeitsgeschwindigkeit mit Affinity Photo. Auf dem iMac schlägt es Adobe Photoshop in Sachen Geschwindigkeit um Längen. Das aber Affinity Photo auf dem iPad um ein Vielfaches schneller als Photoshop auf einem 5K iMac ist, hat mich dann wirklich überrascht. Ich glaube, unser MacBook Air kann dann in Rente gehen, lassen sich fast alle Arbeiten auf dem ohnehin schnelleren iPad erledigen – von der besseren Mobilität ganz zu schweigen.

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Olaf Höch


"Mit guten Bildern ist es manchmal wie mit Diamanten:
Sie entstehen unter großem Druck."